Jahresbericht TK Schnellauf
zu Handen der 41. DV des KZEV

 

Geschätzte Delegierte

Wie in früheren Jahren beschränkten sich die Aktivitäten des Zürcher Schnellaufs auf jene des Eislauf Clubs-Zürich und fanden auf der Dolder Kunsteisbahn statt.

Zum Auftakt der Wettkampfsaison wurde am 6. und 7. November der Dolder Cup ausgetragen. Die national ausgeschriebene Veranstaltung sah bei den Damen Irene Binggeli und bei den Herren Robert Gossen, beide Basel, auf den ersten Plätzen.

Bereits zum 36. Mal kam am 5. Dezember der Wilfred Janssen Gedenklauf zur Austragung. Em Kurzstrecken-Rennen über zweimal 500 m, bei dem neben Schweizer Läufern auch solche aus Holland zugelassen waren. Auch dieses Rennen wurde von den beiden Basler Läufern gewonnen, nämlich bei den Damen von Irene Binggeli und bei den Herren von Robert Gossen.

Am 19. Dezember kam dann zum ersten Ma! die Zurcher Langstrecken-Meisterschaft, welche unter dem Patronat des KZEV steht, zur Austragung. Be diesem Wettkampf geht es darum, in 45 Minuten eine möglichst grosse Strecke zurück zu legen, d.h. möglichst viele Runden zu laufen. Mit 84 Runden gewann dabei bei den Damen Doris Hogg und bei den Herren brachte es Johan Metting van Rijn auf 111 Runden. Die vom KZEV gestifteten Zinnteller, sogenannte Kardinalshüte fanden grossen Anklang und sind auch an dieser Stelle nochmals bestens verdankt.

Mit geringer Beteiligung fand am 6. Februar die Club Meisterschaft statt. Dabei gewannen bei den Minis Peter Gulyas, bei den Damen Doris Hogg und be den Herren Johan Metting van Rijn.

Traditionsgemäss bildete der Städtewettkampf, der früher einmal wirklich international war, den Saisonabschluss. Gewonnen wurde dieses Rennen bei den Damen durch Doris Hogg und bei den Herren durch Robert Gossen, der dabe gleichzeitig einen neuen Schweizer Kleinbahn Rekord im Sprint-Vierkampf aufstellte.

,,De schnallscht Zunschlifschue" der zum 32. Mal unter dem Patronat des ZSS ausgetragen wurde und stets mit einem grossen Aufwand verbunden ist, brachte dieses Ma! gerade noch 50 Schülerinnen und Schüler an den Start! Ein Umstand, der eigentlich sehr zu denken geben müsste, wenn man sich die ZahI der Inlineskater und damit verbunden das Potential an Schnelläufern vor Augen hält.

Das Verbandspräsidium (SEV) scheint aber mit geschlossen Augen durch die Welt zu gehen, denn nur so lässt es sich erklären, dass das BASPO beim NASAK im Ansinnen von ihm unterstutzt wird, Davos für den Umbau der Natur- in eine Kunsteisbahn mit 2 Mio Franken zu unterstützen. Meines Erachtens gehört eine 400 m Kunsteisbahn dahin wo auch die Läufer sind, also ins Mittelland. Auch mit Kunsteis wird nach Davos keine EM oder WM, geschweige dann Wettkämpfe für Olympische Spiele mehr vergeben, so lange die Eisbahn nicht auch gedeckt ist, also in einer Halle liegt.

Mit Ausnahme von Einzelfällen wird der Eisschnellauf in der Schweiz so auf Jahrzehnte hinaus weiter auf kleinem Feuer vor sich hin köcheln. Eigentlich schade!

Trotz allem gibt es aber nach wie vor Leute, die sich fur diese schöne Sportart einsetzen und bei diesen möchte ich mich im Namen der aktiven Läufer dafür bedanken. Mein Dank richtet sich aber auch an meine Vorstandskollegen fur die stets angenehme Zusammenarbeit und für ihr Verständnis und ihre Unterstützung unserer Sparte.

Kurt Rüegg


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Last Up-date: 04.06.2000